Erlebst Du auch manchmal diese Tage, an denen nichts zu funktionieren zu scheint?

Du stehst mit dem linken Fuss auf, die Kaffeemaschine blockiert und dann stehst Du auch noch im Stau, obwohl Du schon viel zu knapp für Dein erstes Meeting bist….

Warte mal: sind das nicht alles äussere Umstände? Ja, es scheint, das alles das, was da draussen passiert, einen Einfluss auf unser Wohlbefinden hat. Genau so scheint es – aber so ist es nicht. Natürlich können wir vieles nicht verhindern. Das beginnt beim Stau, geht über die schlecht gelaunte Kollegin, die uns vor der Nase die Türe zudrückt, bis hin zu schmerzlichen Verlusten die wir erleben, wie zum Beispiel den eines geliebten Menschen. Egal wie schmerzlich der Umstand oder die Situation sein mag, wie Du damit umgehst, entscheidest allein Du.

Betrachten wir es einmal aus einer anderen Perspektive: Unser Gehirn funktioniert so schnell, dass wir oft keinen Einfluss auf unser Denken haben. Wir produzieren an die 80000 Gedanken pro Tag !! Unsere Gedanken drücken sich wiederum in Gefühlen aus. Was bedeutet das?

Wir fühlen unser Denken, in jedem Moment – immer!

Wir haben oft den Eindruck, dass sich unsere Gefühle nach äusseren Umständen

richten. Dies ist aber ein Trick unseres Geistes – unserer Wahrnehmung. Das kann nicht sein?

Stell Dir einmal vor, Du sitzt im Kino und schaust Dir einen Science Fiction an, der Dich wahnsinnig langweilt. Eigentlich bist Du nur Deinem Freund zuliebe mitgegangen. Der sitzt nämlich total

fasziniert und angespannt neben Dir und saugt regelrecht ein, was ihm dargeboten wird. Es ist aber der selbe Film, den ihr beide Euch Seite an Seite anseht; trotzdem fühlst Du Dich gelangweilt und desinteressiert. Dein Freund dagegen fühlt Begeisterung und Freude für dieses Filmerlebnis. Was passiert hier?

In Deinem Kopf entstehen gerade gelangweilte, vielleicht sogar genervte Gedanken, die sich in einem gelangweilten Gefühl zeigen. Dein Freund hat faszinierende und begeisterte Gedanken zu diesem Film, die sich wiederum in einem Gefühl von Faszination und Begeisterung äussern.

Okay und jetzt?

Das heisst, Du allein steuerst Dein Erleben mit Deinen Gedanken.

Du allein. In jedem Moment.

Wie verhält es sich beispielsweise in einer Situation, in der Du etwas tun möchtest, das Du noch nie getan hast und wovor Du Angst hast? Genau gleich. Deine Angst kommt genau jetzt in diesem Moment aus ängstlichen Gedanken. Gedanken finden immer im JETZT statt.

Du denkst, sie drücken ein zukünftiges Gefühl aus? Nämlich die Angst vor der Aktion die Du vor hast? Nein!!

Unsere Gedanken können uns nur EINZIG und ALLEIN Auskunft über das JETZT – den gegenwärtigen Moment und die gegenwärtigen Gefühle geben.

Klingt das verrückt? Vielleicht ist es ungewohnt, denn wir können es uns doch auch gemütlich mit dem Glauben einrichten, dass uns die Angst die Handlungsinitiative verwehrt. Tut mir leid. Was machst Du also wenn Du das nächste Mal vor einer Situation stehst, vor der Du Angst hast, wie zum Beispiel Deinem erste öffentliche Auftritt? Tu es trotzdem !!

Ich behaupte nicht, dass ich selbst in solchen Momenten nicht aufgeregt und nervös bin. Das wäre gelogen. Mit der Aktion des Tuns gewinnst Du an Selbstvertrauen, es stärkt Dich von innen – aus Deiner Mitte. Du schaffst es. Das Erlebnis des Tuns schenkt Dir einen ersten reellen Erfahrungswert. Du trägst die Ressourcen in Dir. Traue es Dir zu und schreite mutig voran. Das ist Führung, beginnend bei Dir selbst.

Was hält Dich vom Tun ab? Wo stehst Du gerade an?

Wenn Du Dich von diesem Thema angesprochen fühlst oder auch sonst eine Rückmeldung dazu hast, schreibe mir bitte einen Kommentar, kontaktiere mich auf Twitter @ClaudiaConradi oder per Email an

conradi@conradi-coaching.ch.

Sommerliche Grüsse

Claudia Conradi

Founder & CEO, Conradi Coaching