Jetzt ist es passiert: die Spuren meiner persönlichen Entwicklung zeigen sich massiv am Verhalten meiner Kinder. Wie viele Jahre habe ich mir mehr innere Ruhe gewünscht – besonders im Umgang mit meinen Kindern.

Ich wollte gelassener sein, wie ein Fels in der Brandung, selbstsicher und gleichzeitig entspannt: egal, was heute kommen mag, ich komme gut damit zurecht.

Seit gut 2 Jahren spüre ich diese tiefe innere Ruhe in mir. Ich würde es sogar als für mich neue Bewusstseinsebene bezeichnen, die ich mit den Worten „geerdet und überzeugt“ beschreiben würde. Das heisst nicht, dass ich noch immer voller Tatendrang bin, und in neuen Projekten enthusiastisch und gespannt vorangehe. Das heisst nicht, dass ich den halben Tag einer Meditation lausche oder in Yoga Asanas verharre. Nein, ganz und gar nicht. Es ist ein ganz natürlicher Prozess, der in unserem menschlichen Organismus abläuft.

Sobald wir verstanden haben, wie wir öfter in unsere Klarheit kommen, und dies auch zulassen, verbringen wir mehr Zeit in Klarheit und auf höherem Leistungsniveau.

Das gilt ebenso für Momente der Wut. Wir erkennen viel schneller, was uns wirklich wütend macht und wann es sich gar nicht erst lohnt wütend zu sein. Das führt logischerweise dazu, dass wir schneller Lösungen finden und in kürzerer Zeit bedeutendere Ergebnisse erreichen. Ausserdem konzentrieren wir uns mehr auf das Wesentliche, was wiederum dazu führt, dass wir uns weniger gestresst fühlen. Es ist einfach genial, weniger Zeit im Kopf und somit in seinen Gedanken festzuhängen und somit mit mehr Klarheit und Power unterwegs zu sein.

Was hat das jetzt mit meinen oder unseren Kindern zu tun?

Wie wir wissen, sind wir der Spiegel für unsere Kinder, besonders in den ersten 6, sehr prägenden Jahren. Wer Kinder hat, kriegt das hitzköpfige Verhalten oder den Trotz 1:2:1 zu spüren. Auf der anderen Seite beschäftigen unsere Kinder noch nicht so viele Gedanken, wie uns Erwachsene und sie finden viel schneller auf natürliche Weise in ihre Klarheit und innere Ruhe zurück. Interessant finde ich zu beobachten, dass meine Kinder durch die Ausstrahlung meiner Gelassenheit selbst auch viel ruhiger und geerdeter auftreten. Für mich ist es etwas Schönes und Kostbareres, diese Entwicklung beobachten und miterleben zu dürfen. Spannend ist auch, dass besonders meine 7-jährige Tochter anders mit Momenten umgeht, in denen ich meine Verärgerung über ein Fehlverhalten äussere.

Kurz und klar: meine Wut hat keinen grossen Einfluss mehr auf ihr Befinden. Sie hören meine Botschaft, erkennen den Ärger und das WARUM, bleiben aber in ihrer Balance.

Da ist plötzlich soviel Gelassenheit und Ruhe, dass ich aufpassen muss, nicht selbst noch wütender zu werden. Als Aussenstehender würde ich sie in ihrer Ruhe bestärken und schätze ihre Klarheit und ihr geerdetes Auftreten. Woher das nur kommt? 😉

Hast Du Ähnliches erlebt oder ganz andere Herausforderungen, die Du gerne teilen möchtest? Ich freue mich auf Deine Rückmeldungen und Anmerkungen.

Herzlich,

Deine Claudia Conradi

Founder & CEO Conradi Coaching